Ausstellungen

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MIEKE BAL

 

Don Quijote: Sad Countenances kann vom 13.7 bis 21.7. in der ZHdK, Toni-Areal, Aktionsraum 5.KO6 besucht werden. 
 

Öffnungszeiten: 13.7.: 11 - 17Uhr, 14. - 21.7. 13 - 17Uhr und auf Nachfrage (Kontakt: Katerina.Krtilova@zhdk.ch)

 

Don Quijote: Sad Countenances ist eine Serie von 16 Videos, die als Gesamt-Ausstellung oder einzelne Videos rezipiert werden können. Diese Arbeit unterscheidet sich von den Filmen, die auf dem berühmten Roman basieren, da diese Arbeit keine Einheit in jeglicher Art bildet. Unterschiedlich von den meisten Ausstellungen, laden die 16 Videobildschirme und Fotografien basierend auf Cervantes Don Quijote  Besucher:innen, eine fiktive Welt zu betreten. Mit Bänken, um sich zu setzen, können sie so lange schauen, wie sie möchten, und sich von dem, was sie sehen und hören, berühren lassen. Die Videos zeigen Situationen von Traumata, Bedeutungslosigkeit und Schwierigkeiten der Kommunikation - alles extrem schwer zu erfassen und unmöglich zu repräsentieren. Ästhetik und Epistemologie sind hier nicht in Harmonie.

 

In meinem Vortrag werde ich erklären, wie die Formlosigkeit der Installation eine tatsächlich angemessene Darstellung dieser Schwierigkeit ist. Die Form der Installation antwortet auf die Poetik des Romans. Es gibt keine Linearität, weder chronologisch noch räumlich. Die Bildschirme präsentieren jeweils eine Episode aus dem Roman, wie sie sich auf die zeitgenössische Welt bezieht, ohne Kontinuität unter ihnen. Dieser Mangel an auferlegten Zuweisungen lässt Zuschauer:innen ihre eigenen Geschichten zusammenzustellen. Das visuelle Chaos, die Kakophonie aus Schall und die sprachliche Verwirrung spiegeln die zeitgenössische Welt wider. Versuchen Sie, diese Installation zu erleben, als Teil dieser, gleich einem schlendern in einer seltsamen Stadt. Die Szenen sind nicht nummeriert. Die Fotos empfehlen, den relativen Unterschied zwischen statischen und bewegten Bildern zu erkunden. 

LOL- DIE ROLLE DES HUMORS IN ÄSTHETIK UND ERKENNTNIS
 

Theorie, Ästhetik und Wissen neigen dazu, einen ernsthaften Ton anzuschlagen. Es scheint in der Wissenschaft eine unausgesprochene Konvention zu geben, Witz und Heiterkeit außen vor zu lassen. 

 

Nicht nur die Populärkultur zeigt jedoch, dass Humor ebenso ein möglicher Tonus, Weg oder Mittel der Wissensvermittlung sein kann. In jedem Witz steckt ein Funken Wahrheit - und womöglich auch Freiheit. Nicht von ungefähr waren im Mittelalter Hofnarren diejenigen Personen, die gegenüber dem Adel ungestraft Kritik an den bestehenden Verhältnissen üben konnten.

 

LOL ist eine Intervention im Rahmen des XI. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik, in Form einer Ausstellung. Sie zeigt Arbeiten, die Humor als tragfähige Strategie, Methode und Gegenstand von und gegenüber Wissen anerkennt. 

 

Ein subversiver Raum zum Lachen in Richtung Wissen mit Werken von Valentina Vella, Juno A. Morrow, Chiara Alissa Estivariz Lopez, Gaia del Santo, Siu Hei Chung & Anupras Jucius, und Denise Baltensperger

 

Kuratiert von: Benedikt Rudischhauser, Chiara Alissa Estivariz Lopez und Denise Baltensperger in Kooperation mit allen erwähnten Künstler:innen. 

 

Grafikdesign für Poster und Sticker von Tim Wettstein.